Abrufkredite sind Kreditrahmen, über die Kreditnehmer nach der Einräumung jederzeit frei verfügen können. Anders als beim Dispositionskredit muss allerdings von einigen Ausnahmen abgesehen eine regelmäßige Tilgung erfolgen: Monatlich sind zwischen zwei und fünf Prozent des valutierenden Kreditbetrages zurückzuzahlen.
Ein Abrufkredit ist nicht an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden. Er wird oft nicht bei der Hausbank, sondern einem anderen Institut geführt. Die Zinsen liegen bei günstigen Anbietern deutlich unter denen eines durchschnittlichen Dispositionskredites. Verfügungen über den Kreditrahmen werden meistens per Überweisung auf ein Referenzkonto – z.B. das Gehaltskonto – getätigt. Einige Banken stellen Kreditnehmern auch eine EC- oder Kreditkarte aus, mit der durch bargeldlose Zahlungen und Barverfügungen am Automaten auf den Kredit zugegriffen werden kann.